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Tuesday 26th of September 2017

Die Kamera PDF Drucken E-Mail

Mit der Kamera meint man landläufig eigentlich den kompletten "Fotoapparat", in der Spiegelreflexwelt ist damit der Body, nur das Kameragehäuse selbst, ohne das Objektiv gemeint.

Bei Kompaktkameras sind Body und Objektiv unzertrennlich miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Der Vorteil dieses Systems ist der, dass die Linsen speziell auf den Bildsensor abgestimmt wurden und in der Regel gut meineinander harmonieren. Die klassische Kompaktkamera bietet ein 3 bis 5-fach Zoom an und ist sehr handlich in der Bauform. Die Bridge-Kamera dagegen soll die große Spanne zwischen DSLR und Kompaktkamera schließen. Sie hat einen merklich kleineren Bildsensor und ein fest eingebautes Objektiv, das jedoch oft einen Brennweitenbereich von 28-300 mm und in jüngster Zeit sogar 500 mm umfasst. Meine erste hochwertige Digitalkamera war eine Fuji S6500. Sie hat eine Sensorauflösung von 6 MP und ein 10,8-fach Zoom. Ich setze sie hin und wieder noch immer ein, wenn ich eine leichte Kamera bei mir haben will, gelegentlich auch für die Makrofotografie. Hier ist ein Bild von ihr:

 

 

 Als ich noch hochwertiger Fotos erstellen wollte, reichte mir die Qualität des relativ kleinen Sensors der - dennoch sehr guten - Fuji nicht mehr aus und ich schaffte mir eine Spiegelreflexkamera an. Es handelte sich hierbei um eine Olympus E-510. Ausschlaggebend für dieses Modell waren in erster Linie der eingebaute Bildstabilisator durch Sensorverschiebung und das damals noch nicht sehr verbreitete Live View. Bei der klassischen Spiegelreflexkamera ist der Bildausschnitt nämlich nur durch den optischen Sucher sichtbar. Olympus bot eines der ersten Modelle, bei denen man die Vorschau auch durch das Display betrachten konnte. Zusätzlich hat Olympus bei der E-510 auch einen automatischen Sensorreinigunsmechanismus verbaut, der Staubkörner auf dem Bildsensor beim Einschalten per Ultraschall entfernt. Dies und die sehr gute Qualität der Olympus Objektive haben meine Entscheidung zugunsten dieser Marke ausfallen lassen.

Bei Olympus sind alle SLR-Modell nach dem FourThirds Standard gebaut, was bedeutet, dass das Bildformat vom Seitenverhältnis her 4:3 entspricht - ebenso wie alle Kompaktkameras. Im Gegensatz dazu ist das Sensorformat aller anderen Hersteller 3:2 - eben klassisches Kleinbildverhältnis.

Der Bildsensor bei FourThirds ist geringfügig kleiner als der bei konkurrierenden Produkten, wobei sich ein Verlängerungsfaktor von 2 einstellt. Das bedeutet, dass man mit einem Obkektiv, welches 200 mm Brennweite vorweist, einen vergleichbaren Bildausschnitt erzielt, der dem eines 400 mm Objektivs an einer klassischen Kleinbildkamera mit dem Sensor- oder Filmformat 24x36 mm entspricht. Die APS-C Sensoren von Canon weisen einen Verlängerungsfaktor von 1,6 auf, die von Nikon,  Pentax und Sony 1,5. Somit kann man in der Theorie bei Olympus für zu erzielende Brennweiten mit kleineren und leichteren Objektiven auskommen, und in der Praxis sind sie das auch. Hier ein Bild meiner Olympus E-510:

 

 

 

Nachdem ich mit der E-510 eigentlich sehr zufrieden war und auch schon einige schöne Bilder zuwege brachte, wollte ich in der Vogelfotografie das Maximum an Qualität erzielen. Mit dem ZD 70-300 kann man schöne Bilder machen, doch wollte ich mich gerade im Bereich der maximalen Brennweite noch verbessern. Wie schon im Objektiv-Teil dieses Webauftritts beschrieben, fehlte mir ein Festbrennweiten-Teleobjektiv und hier wurde ich bei Olympus nicht fündig, da der Hersteller hier nur das ZD300/F2,8 im Programm hat, das preislich nicht mehr für Hobbyfotografen in Frage kommt.

Meine Wahl fiel nun auf ein Objektiv von Canon, das zwar mit maximaler Blende von 5,6 nicht besonders lichtstark, jedoch bei 400 mm Brennweite erstklassige Qualität abliefert. Nun mußte noch ein Body angeschafft werden und meine Wahl fiel auf die EOS 30D, welche zwar mit ihren 8,2 MP nicht mehr taufrisch, jedoch qualitativ sehr hochwertig ist und noch dazu gebraucht günstig zu erwerben war. Seitdem ist das Duo 30D + 5,6/400L meine Traumkombi für Vogelfotografie. Man kann damit gestochen scharfe Vogelbilder im Nahbereich machen, die keine Wünsche mehr an Abbildungsleistung offen lassen.

Hier ein Bild des Body's der Canon 30D:

 

 

 

Zum Thema "Body" möchte ich noch abschließend erwähnen, dass es hinsichtlich der Wahl desselben keine allgemeingültige Empfehlung geben kann. Für welchen Hersteller man sich dabei entscheidet, hängt stets von den Fotogewohnheiten und Schwerpunkten ab -und zum anderen von den Objektiven. Wer sich mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera anfreunden möchte, sollte sich vorab umfassend damit beschäftigen, welche Objektive dafür in Frage kommen und wie gut der Hersteller bezüglich Sortiment, Qualtität und Preis den eigenen Vorstellungen entspricht.

 

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