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Tuesday 26th of September 2017

Das Objektiv PDF Drucken E-Mail

Das Objektiv ist gewissermaßen die Pupille unserer Kamera. Mit einer Spiegelreflexkamera ist man nicht an ein festes Objektiv gebunden, sondern kann dieses den Anforderungen entsprechend austauschen. In der Regel bringt ein besseres Objektiv am Ende mehr, als ein besserer Kamerabody. Denn was die Linse dem Bildsensor nicht zur Verfügung stellen kann, wird auch die beste Kamera nicht "sehen" können. Im Gegenzug sieht ein Bild, das mit einer hochwertigen Linse gemacht wurde, auch an einem älteren Body gut aus.

 

Üblicherweise unterscheidet man Festbrennweiten von Zoomobjektiven. Eine Festbrennweite ist fixiert auf einen einzigen Abbildungsmaßstab, das Zoomobjektiv dagegen variabel. Damit ist man um vieles flexibler, was das Fotografieren in der Regel viel einfacher macht. Der Vorteil der Festbrennweite dagegen liegt in der meist besseren Abbildungsqualität und der höheren Lichtstärke im Vergleich zu Zoomobjektiven gleicher Baugröße.

 

Für die Vogelfotografie sind lange Brennweiten unerläßlich. Vernünftige Objektive hierfür beginnen bei 300 mm BW. Für beste Ergebnisse muß man damit aber schon drei bis vier Meter an kleine Singvögel heran. Ein 400er Objektiv ist für Meise und Co. bis gut 5 Meter einwandfrei geeignet. Noch längere Brennweiten gehen dann gehörig ins Geld, vor allem, wenn es Festbrennweitenobjektive sind. Eine günstigere Möglichkeit ist der Einsatz eines Telekonverters. Diese gibt es zumeist in den Varianten 1,4-fach und 2-fach. Somit (bei Faktor 1,4) wird ein "Glas" mit 400mm und Blende 5,6 zu einem mit 560 mm und Blende 8,0. Vielfach bleibt dadurch der Autofokus der Kamera auf der Strecke, da damit merklich wenig Licht auf den Sensor trifft und der Body die Schärfe nicht mehr sauber einstellen kann. Somit eignen sich Telekonverter in aller Regel nur für lichtstarke Festbrennweiten wie einem 4,0/400L o.Ä. 

Baulich sind diese Objektiv natürlich nichts mehr für das Handgepäck, von Volumen und Gewicht her setzt man sie gewöhnlich an einem stabilen Stativ ein. Hier ein Bild von einer Canon 30D und einem angeflanschten 5,6/400L. Diese Kombination kann ich wärmstens für die Vogelfotografie empfehlen. Dargestellt mit ausgezogener Gegenlichtblende.

 

 

 

Günstiger kann man beispielsweise mit einem Objektiv der Klasse 70-300 mm fahren, wobei man natürlich Einschränkungen bezüglich der Abbildungsqualität machen muß. Wenn man damit allerdings dank guter Tarnung nahe genug an die Vögel herankommt, bzw. diese sich nahe dem Fotografen annähern, dann sind auch mit solch einem Objektiv der Standardklasse gute Vogelbilder möglich. Etliche Vogelbilder meiner Galerie wurden mit dem Olympus ZD70-300 gemacht.

So sieht das Objektiv "unausgefahren" aus, ohne die Gegenlichtblende:

 

 

Fazit: Wer als Einsteiger in die Vogelfotografie erste Versuche machen möchte, dem empfehle ich ein Objektiv der verbreiteten 70-300mm-Klasse, das so gut wie jeder Hersteller im Programm hat und relativ günstig zu erwerben ist. Der Objektivhersteller Sigma hat beispielsweise solch eine Linse in seinem Programm, die für etwa 150€ zu erwerben ist. Damit kann man sich schon mal mit langen Brennweiten vertraut machen und mit Sicherheit auch die eine oder andere wirklich gute Aufnahme erzielen. 

Wer schon vertrauter mit großen Brennweiten ist und wirklich erstklassige Fotoqualität erreichen möchte, dem empfehle ich, so das nötige "Kleingeld" vorhanden ist, eine Festbrennweite der 300er, besser noch der 400er Klasse. Als sehr guten Kompromiss kann man noch das Canon 100-400L IS ansehen, wenn man auf den Zoom wert legt und dennoch ein hochwertiges Teleobjektiv haben möchte.

 

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