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Thursday 23rd of November 2017

Technik PDF Drucken E-Mail

In diesem Bereich möchte ich ein wenig über das Thema Kamera und Zubehör berichten.

 

Für die Vogelfotografie werden andere Voraussetzungen vonnöten sein, als es für die Makrofotografie der Fall ist. Möchte ich Vögel detailliert und aus nächster Nähe ablichten, dann wird die Brennweite stets der limitierende Faktor sein. Die Tiere sind ja scheu und sollen tunlichst nicht bemerken, dass wir mit der Kamera hinter ihnen her sind. Somit müssen wir sie mit der Kamera näher an uns heranholen. Das geschieht mit einem Objektiv langer Brennweite. Für meine Fotos verwende ich hierfür zumeist das Canon 5,6/400L an einer EOS 30D. Da sich die Brennweitenangabe auf das Kleinbildformat bezieht, die 30D aber einen kleineren Sensor als 36x24mm besitzt, kann man hier durch den Verlängerungsfaktor (auch Crop-Faktor) von 1,6 eine auf Kleinbildformat bezogene Brennweite von 640 mm erreichen. Um dabei Vögel in der Größenordnung von Meisen in optimaler Qualität ablichten zu können, muß ich aber immer noch 4 bis 5 Meter an diese herankommen. Bei einem Eichelhäher reichten dagegen schon etwa 8 Meter.

 

Mittlerweile erreicht man auch mit sogenannten Megazoom-Kameras Brennweiten von gut 500 mm (KB), was auch diese für die Vogelfotografie zu eignen scheint. Allerdings rate ich jedem davon ab, dies mit etwas anderem als einer Spiegelreflexkamera tun zu wollen. Zwar erzielen die Kompaktkameras mittlerweile eindrucksvolle Bildqualitäten, durch die geringe Sensorgröße ist diese Leistung jedoch nur in der Grundempfindlichkeit (meist ISO100) vorhanden. Muß man aufgrund mangelnden Lichtverhältnissen aber auf ISO 400 und mehr hochgehen, so bricht die Sensorleistung dabei schnell ein, das Rauschen nimmt enorm zu und die Auflösung rapide ab. In der Vogelfotografie herrscht durch den kleinen Ausschnitt, den das Teleobjektiv erfasst, zumeist Lichtmangel. Ich persönlich nehme als Mindestwert stets ISO400, um die Belichtungszeiten möglichst unter 1/100s zu bekommen. Da Vögel sich in der Regel  schnell bewegen, ist eine längere Belichtungszeit unerwünscht. Hier ist die Kompaktkamera meiner Ansicht nach überfordert und liefert nur mehr unzufriedenstellende Ergebnisse. Und selbst mit einer Spiegelreflexkamera erzielt man nicht immer die gewünschten Ergebnisse, wenn das Objektiv die geforderte Leistung nur ausreichend bis mangelhaft zur Verfügung stellt. Zoom-Objektive beispielsweise decken oft einen größeren Brennweitenbereich ab und sind daher immer ein Kompromiss, was die Qualität betrifft. Die beste Leistung erzielt man - gerade im langen Telebereich - mit Festbrennweiten. Zumeist verlangen die Hersteller hierfür - vor allem für die lichtstarken Exemplare - jedoch so große Summen, die der normale Hobbyfotograf meist nicht zu zahlen bereit ist.

 

Der Einstieg in die Makrofotografie ist erheblich günstiger zu bewerkstelligen. Hier kann man auch mit Kompaktkameras erstaunliche Ergebnisse erzielen. Allerdings ist dazu meist eine kleine Erweiterung vonnöten, damit man beispielsweise ein Insekt bildschirmfüllend fotografieren kann. Mit einer Makrolinse kann man viele Kameras zur Makrotauglichkeit umfunktionieren. Die Firma Raynox liefert hierzu einen sehr günstigen Makrokonverter, mit dem man sehr gute Makros erzielen kann. Dies natürlich immer an die Qualtiäten der Kamera geknüpft. Dieser Konverter passt auch gut auf die Objektive der Spiegelreflexkameras und auch hier können beeindruckende Fotos damit gemacht werden.

Die beste Lösung allerdings sind echte Makroobjektive an einer digitalen Spielgelreflexkamera. In der Regel handelt es sich hier um Festbrennweiten, die für den extremen Nahbereich optimiert sind. Sie sind kein Kompromiss, sondern machen erstklassige Fotos von Insekten oder Pflanzen möglich. Dabei sind sie relativ günstig zu erwerben und ein Muß für jeden Makrofreund.

 

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